Wir starten das Abenteuer Mariazell 3.0

Es gibt Dinge, die man einfach gemacht haben muss. Wohnt man in der Oststeiermark, so ist das „Mariazö gei“, also eine Wallfahrt nach Mariazell. Für uns als Menschen, die ihre Beine lieber runden Bewegungen aussetzen, war klar: Nicht gehen, sondern mit dem Mountainbike fahren ist die Devise. „War“ weil wir schon einmal einen Versuch gestartet haben, der nicht nur am Wetter gescheitert ist.

Nun starten wir einen erneuten Versuch.

DREAM BIG!

Wir sind uns nicht sicher, ob alle Sportler so sind, oder nur wir uns für Abenteuer-Ideen so begeistern können, dass wir uns häufig übernehmen oder uns zumindest an den Grenzen bewegen. Häufig wurde es dann doch nicht so weit, so lang und so einfach, wie wir uns das vorgenommen hatten. Aber wie heißt es so schön: DREAM BIG! Und so machen wir das auch dieses Mal: Bei dem Gedanken ans „nach Mariazell biken“ fehlt uns ein bisschen das Abenteuer dahinter. Deshalb:

Frühjahr Mariazell

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Abenteuer Mariazell 3.0

Ja, wie gesagt hatten wir bereits einen Versuch. Daher leitet sich aber nicht das 3.0 ab. Das 3.0 ist für uns die Zeitvorgabe: In 3 Tagen möchten wir nach Mariazell und wieder zurück. Und das mit einem Wechsel des Arbeitsgerätes in Mariazell. Unser Plan ist es, in 2 Tagen mit dem Mountainbike bis nach Mariazell zu fahren. Dort möchten wir vom Mountainbike auf das Straßenrad wechseln und den Weg zurück antreten. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klatsche: Wir können eine Wallfahrt mit Mountainbike UND Rennrad abhaken.

Anja mit der Gesamten Ausrüstung für Mariazell 3.0

Noch mehr Abenteuer

Was? Noch immer zu wenig Abenteuer? Na gut, ein Ass haben wir noch im Ärmel. Geplant ist, dass wir Hütten und Unterkünfte meiden und die beiden Nächte unter freiem Himmel verbringen. Es wird für uns beide das erste Biwak ohne Zelt. Und das neben der Anstrengung der längeren Touren tagsüber. Auch der Gepäcktransport wird eine Herausforderung. Aber: Nur eine Variable könnte uns davon abhalten, diese Herausforderungen nicht anzunehmen: Das Wetter.

Anja in ihrem Schlafsack am Hochlantsch, Mariazell

„Die spinnen!“

Mag sein. Wir wissen jedoch mittlerweile auch, dass die intensivsten Erinnerungen entstehen, wenn man seine eigene Komfortzone verlässt. Eine lange Mountainbike-Ausfahrt mit einer angenehmen Nacht im eigenen, warmen Bett ist zwar auch schön, aber nach einem Jahr – wahrscheinlich schon nach einem Monat – weiß ich davon nichts mehr. Als wir am zweiten Tag beim Stoneman Trail in  Silber aufs Marchkinkele im strömenden Regen, mit schweren Beinen (und Anja mit Erschöpfungs- und Wuttränen in den Augen) getreten haben und nicht umgekehrt sind, bevor wir diesen verdammten „Stempel“ am Armband hatten…ja, darüber lachen wir wahrscheinlich noch, wenn uns mit 90 Jahren die falschen Zähne dabei rausfallen.

Anja und Sandro am Markinkele, Sexten Italien, Mariazell

Wir wissen, dass wir dabei ganz bei uns sein werden, ohne Stress und mit viel Dankbarkeit, was ja eine Wallfahrt zum Teil auch ausmacht. Und ob es dann so läuft, wie wir uns das vorstellen, ist eigentlich egal!