2 Tage im Gesäuse: Admonter Kalbling & Sparafeld - basecampas.at
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2 Tage im Gesäuse: Admonter Kalbling & Sparafeld

Was für eine Wettervorhersage: Wer das vergangene Wochenende nicht im Freien verbracht hat, ist wirklich selbst schuld! Da Anja am Samstag die FH erspart blieb, planten wir ein Wochenende im Gesäuse – auch wenn ursprünglich ein ganz anderes Vorhaben angedacht war. Allerdings hatte nur die Oberst-Klinke-Hütte einen Schlafplatz für uns. So entschieden wir uns dafür und für den Admonter Kalbling, ein Berg quasi um die Ecke von der Hütte.

Zustieg mit stetigem Blick auf das Ziel

Zu dritt – Jochen begleitete uns ebenfalls – marschierten wir bei warmer Nachmittagssonne vom großzügigen Parkplatz in Richtung Klinke-Hütte. Beschildert ist hier nichts, allerdings kann der Weg (im Normalfall) nicht verfehlt werden. Auch eine Mautstraße führt direkt zur Hütte, diese lassen wir aber getrost links liegen und bahnen uns den teils recht steilen Weg nach oben. Immer wieder erhaschen wir einen Blick auf einen extrem markanten Berg. Ob das der Admonter Kalbling ist? Wir können es uns nicht wirklich vorstellen, sieht er von dieser Seite doch recht „unbesteigbar“ aus…

Oberst-Klinke-Hütte

Lange dauert unser Nachmittagsspaziergang nicht. Nach nur einer Stunde tut sich eine Lichtung auf, die Klinke-Hütte liegt vor uns. Und hinter ihr der markante Berg: Es ist tatsächlich der Admonter Kalbling – auch Admonter Kaibling genannt. Auf der Terrasse der Hütte tummelt sich noch eine Traube Menschen, in der Hütte selbst scheint der Wirt etwas Überfordert zu sein. Mit diesem Ansturm zum Ende der Saison waren sie wohl nicht mehr vorbereitet. Wir zahlen unseren Schlafplatz, buchen Frühstück dazu und begeben uns gleich ins Lager. Und beim Wort Lager haben wir uns einen großen Raum mit 30 Matratzen am Boden vorgestellt. Falsch gedacht! Es gibt kleine Zimmern mit 4 Stockbetten. Wir sind positiv überrascht und müssen lachen, als uns eine tote Baby-Spitzmaus in unserem Zimmer willkommen heißt. Welcome to the Hütten-Life. 😉

Studieren fürs Peterl-zupfen?

Nach einigen Fotos im Abendlicht, zwei Flaschen „Gesäuse-Perle“ – einer Limo aus dem nahegelegenen Ort – nehmen wir im Gastzimmer Platz. Es wird dann doch schon frisch. Viele andere tun es uns gleich, wodurch es – als wir uns was zu essen bestellen wollen – nicht mehr viel Auswahl gibt. Alles leer-gegessen. Wir werden trotzdem satt und starten eine „Hosn-owi“-Kartenpartie – wobei wir uns bei den Regeln nicht ganz einig sind. Wer hat bei diesem Spiel schon mal von einem „Vogerl“ gehört?? Anja lässt die beiden Burschen alt aussehen. Bis wir auf die erste Runde Peterl-zupfen übergehen. Dass man dafür nicht studiert haben muss, zeigte sich, als Anja sich sicher war, wer den „Peter“ hatte, allerdings komplett falsch lag. Trotz komplizierter mathematischer Berechnungen. 😉 Bald gehen wir schlafen. Der Admonter Kalbling wartet!

1. Gipfel: Admonter Kalbling

Wir lassen es gemütlich angehen. Frühstück gibt’s erst ab 7:30 Uhr. Wir haben aber keinen Stress, schließlich soll es den ganzen Tag über top Wetter geben. Direkt hinter der Klinke-Hütte gehen wir mit vollen Bäuchen dem Admonter Kalbling steil entgegen. Er wird bereits von der Morgensonne schön beleuchtet. Bald mündet die Wiese in einen steinigen Steig. Alles aber schön zu gehen und nicht besonders exponiert. Wir gehen unter der markanten Felswand nach links und entdecken die ersten Kletterer, die sich den Weg durch ebendiese Wand vom Admonter Kalbling bahnen. Jochen und Sandro schwelgen in ihren Kletterträumen, auch wenn einer und keiner auch nur 2 der benötigten Knoten kann.

Admonter Kalbling: Steil aber gut zu gehen

Immer weiter steigen wir nach oben und werden bald mit den ersten Tiefblicken auf der anderen Seite des Kalblings belohnt. Der Nebel liegt noch im Tal. Wir sind hier goldrichtig! Bald haben wir den Gipfel unseres Ziels im Blick. Ein schöner Pfad führt wenig steil durch eine Wiese zum Gipfel. Wir sind definitiv nicht die ersten, die sich hier heute ins Gipfelbuch eintragen werden. Am Gipfel des Admonter Kalblings angekommen sitzen wir für einige Zeit kurzärmlig da, es ist wirklich nicht kalt. Wir stärken uns mit Süßem und überlegen, was wir als nächstes machen. Schließlich ist noch bei weitem noch nicht der Mittag angebrochen. Das Gipfelkreuz des Sparafelds liegt direkt in unserem Blickfeld, wobei der Aufstieg dorthin noch komplett im Schatten liegt. Auch ein bisschen Schnee erspähen wir. Es sieht zumindest nicht so einfach aus, wie es auf den Admonter Kalbling war.

2. Gipfel: Sparafeld

Wenn wir schon mal da sind…Gemütlich gehen wir ein paar Hundert Meter in der Wiese hinab in die Senke, bevor der felsige Hang auf das Sparafeld beginnt. Hier ist dann auf alle Fälle Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig. Anja packt ihre Stöcke ein, hier vertraut sie nur dem, was sie direkt unter ihren Händen spürt. Der Schnee liegt teilweise noch im Weg und ist rutschig. Langsam aber stetig kommen wir dem Gipfel immer näher. Noch ein letzter Schritt und wir sind da! „Handschlag, ein Lächeln, Mühen vergessen“, sagt uns das Schild auf dem Gipfelkreuz. Wir entfernen uns ein Stück davon und gehen den Kamm entlang. Dort setzen wir uns, genießen die Aussicht und eine kleine Bergjause. Danke Jochen fürs Teilen. 😉

Schöne, anspruchsvolle Genusstour

Es ist eine Tour zum Genießen, vor allem bei einem goldenem Herbsttag wie wir ihn hatten. Trotzdem ist der Admonter Kalbling ein Berg über 2000m, der trotzdem seine anspruchsvollen Passagen beinhaltet.

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