Die ‚Ronda Piccola‘ beim Rocky Mountain BIKE Marathon - basecampas.at
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Die ‚Ronda Piccola‘ beim Rocky Mountain BIKE Marathon

Am gestrigen Dienstag war es bereits Mittag, als wir uns vor dem Hotel auf unsere Bikes schwangen. Der Regen wollte uns leider nicht früher ins Freie lassen. Auf dem Plan stand die Streckenbesichtigung der ‚Ronda Piccola‚ des Rocky Mountain BIKE Marathon, beim dem am Samstag Vormittag der Start erfolgt. Was uns schnell klar war: Mit Rollen von Riva nach Torbole ist es heute nicht getan!

Am Vortag hatten wir uns bereits die .gpx-Datei von Uli Stanciu heruntergeladen. Aller Anfang ist jedoch auch mit Garmin Edge Computer schwer. Bis man den Einstig gefunden hat und die richtige Richtung vor allem bei einer sich kreuzenden Strecke gefunden hat, vergehen einiges an Zeit und Nerven. Als wir aber vor dem ersten – wir nennen es mal Kopfsteinpflaster – standen, wussten wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Erst später wurde uns klar, dass die ‚Ronda Piccola‘ auch durch die beschilderte ‚MTB 771‘-Route abgedeckt ist.

Vom Start bis auf den höchsten Punkt

Wie bei größeren Marathons gewohnt, geht es erstmal leicht ansteigend (‚gschmiert‘) auf breiten Asphaltstraßen raus aus Riva Richtung Arco. Anschließend geht es bereits in den Anstieg. Und wenn man den Gardasee auch nur annähernd kennt, weiß man was das bedeutet. Betonierte Rampen warten an jeder Ecke, nach jeder Kurve und im Anschluss an jeden Trail: Also seid gefasst.  Die ersten Abschnitte machen trotz allem Spaß. Nach dem ersten steileren Stück, wo sich das Feld vermutlich spätestens teilen wird, warten angenehme Anstiege zwischen Weingärten, die terrassenartig auf dem Berg angelegt sind. Ab und zu ließ uns der Nebel einen Blick in die Tiefe werfen. Bei Schönwetter gibt es hier bestimmt eine wunderschöne Aussicht. Am Samstag werden wir dafür wohl nicht viel Zeit haben.

Die ersten Höhenmeter beim Rocky Mountain BIKE Marathon ‚Piccola‘

Einen längeren Asphaltabschnitt bis Calino galt es noch zu bezwingen, bevor uns die Strecke eine kurze Verschnaufpause gönnte. Was hier nicht fehlen darf? Eine Packung Mannerschnitten. Die haben uns schon einige Male die Tour gerettet. Mit frischer Energie traten wir in die nächsten Passagen. Ohne Beton geht auch hier nichts. Und eines können wir euch sagen: Sobald man das erste Stück Beton nach der nächsten Kurve erspäht hat, weiß man, dass man sogleich den ersten Gang benötigen wird.

Gorghi oder wir sind (fast) da

Anja hatte sich das Höhenprofil der ‚Ronda Piccola‘ beim Rocky Mountain BIKE Marathon bereits zu Gemüte geführt und hatte irgendwas mit Gorghi und höchstem Punkt im Hinterkopf. Damit hatte sie auch Recht. Erwartet hatten wir aber nicht, dass doch noch einige Höhenmeter vor uns liegen. Vorerst ging es aber flach auf richtig schönen ‚Almflächen‘ dahin. Überall standen vereinzelt kleine Häuschen. Wir beneiden die Besitzer darum.

Bergab standen wir auch noch vor 2-3 Herausforderungen. In einigen steilen Bergab-Passagen hatte sich viel Laub angesammelt. Steine waren damit schwer zu sehen. Diese Trails forderten unsere volle Konzentration, da es vom Regen ziemlich rutschig war. Aber für solche schwierigen Trails leben wir Mountainbiker ja.  Wir berieten uns bereits über das Abendessen, als die Strecke plötzlich den Blick auf den nächsten Betonanstieg freigab. Dass der Rocky Mountain BIKE Marathon einfach werden würde, hatten wir aber eh nicht erwartet.

Geschafft!

Der Garmin Edge zeigte uns den Beweis an: 1500 Höhenmeter waren geschafft. Von nun an hieß es nur mehr: ‚Loss lei lafn!‘. Die Streckenbesichtigung war geschafft und Anja war geschafft. Kurzzeitig überlegte sie, das Rennen am Samstag mit ’normalem‘ Training zu ersetzen.

Es ist wie immer: So anstrengend es sich auch auf dem Rad anfühlt, nach einer Stunde ist alles vergessen und Ehrgeiz, Vorfreude und Motivation machen sich wieder breit. Sonst würde sich wohl niemand die Strapazen eines Mountainbike-Rennens zwei mal antun. 

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