Schöckl Gipfelsturm und wie man mit Kritik (nicht) umgeht - basecampas.at
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Schöckl Gipfelsturm und wie man mit Kritik (nicht) umgeht

Es gibt Rennen, die fährt man nicht, weil sie extremst viel Spaß machen, sondern weil sie zu einer Gesamtwertung zählen. Wie zum Beispiel der Schöckl Gipfelsturm zur Centurion Mountainbike Challenge. Denn bei einem (fast) reinen Bergrennen kommt die Quälerei zu lang und die Trails zu kurz. 

Trotzdem tut man es immer wieder, wie schon in unserem Gardasee-Streckenbesichtigungs-Post beschrieben. Und so standen wir auch beim 3. Schöckl Gipfelsturm inmitten eines kleinen, aber feinen Starterfelds. Von Stattegg, etwas außerhalb von Graz ging es über Stock und Stein, Asphalt und Wiese immer bergwärts auf den Hausberg der Grazer. Von den Mountainbikern wird er auch mehr oder weniger liebevoll „Schöcklmonster“ genannt.

Es war hart. Unsere Pulswerte spiegeln das ziemlich gut wieder. Kaum ein Abfall. Durchschnitt bei Anja: 183 Schläge pro Minute (Max.: 190). Sandro übertrifft das nochmal: 191 bpm Schnitt und maximal 200 bpm!! Seht selbst an unseren Garminconnect – Daten.

Kritik beim Schöckl Gipfelsturm

Jeder, der mit einer solchen Herzfrequenz schon mal auf dem Mountainbike gesessen hat und das über eine Stunde und länger, weiß, dass man hier nur bedingt seine Umgebung wahrnimmt. Man ist bei sich selbst. Kämpft mit sich selbst. Es passiert, dass man hier – trotz hoher Konzentration – Pfeile übersieht, die eigentlich die Strecke markieren. Deshalb ist eine ausreichend große und umfangreiche Beschilderung sowie perfekt gebriefte Streckenposten ein MUSS. Sandro und ich hatten damit beim Schöckl Gipfelsturm nicht zu kämpfen. Wir hatten die Strecke von der Besichtigung im Vorjahr (bzw. dem Rennen) noch relativ gut in Erinnerung. Anja’s Papa hingegen nahm trotz eines dort platzierten Streckenpostens die Abfahrt auf der Downhill-Strecke und verlor damit wertvolle Minuten. Der Streckenposten gab auch bei Nachfrage ‚da runter?‘ keine eindeutige Antwort. Anja war auf einem längeren Asphaltstück im Windschatten eines Burschen unterwegs, als dieser eine Abzweigung nach rechts übersah. „Wo war der Streckenposten?“, fragte sich auch Anja, die die Abzweigung erwischt hatte. Die Antwort folgte mit einem Hupen aus einem dort geparkten Auto.

Wie mit der Kritik umgegangen wurde

Natürlich stimmt es: Mountainbike Rennen zu veranstalten ist etwas sehr sehr Schwieriges. Vor allem die Streckenfindung stellen wir uns als große Hürde vor. Auch müssen wir sagen, dass wir zu keiner Zeit ein Problem mit der Beschilderung hatten, was aber auch zum Teil daran liegt, dass wir den Streckenverlauf vom Schöckl Gipfelsturm kannten. Jedoch halten wir das ‚Krisenmanagement‘ für ausbaufähig. Für uns hat es sich so angehört, als seien alle ’selbst schuld‘. Kein Verbesserungsvorschlag fürs nächste Jahr, aber noch eine kurze Stichelei diesbezüglich während der Siegerehrung. Ob man so Starter gewinnt? Wir glauben eher gegenteiliges.

Schöckl Gipfelsturm 2018?

Wir werden uns in Graz trotzdem wieder an die Startlinie wagen, um das Schöcklmonster zu bekämpfen, sofern es in unsere Projekt- und Rennplanung 2018 passt. Es ist ein hartes Rennen ohne Erholungsphasen. Aber genau das macht den Reiz aus, der mit dem ’normalen‘ Marathonformat nicht ganz vergleichbar ist.

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