Rennwochenende beim KitzAlpBike Festival - basecampas.at
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Rennwochenende beim KitzAlpBike Festival

Vergangenen Freitag starten wir wieder einmal westwärts. Das Navi weist uns den Weg nach Kirchberg in Tirol, denn hier geht bereits seit Mittwoch das KitzAlpBike Festival über die Bühne.

Fahrerlager und die besondere Stimmung

Nach gut 5 Stunden – einer viertel Stunde davon durch brutalen Regen und Sturm – fahren wir unter dem Audi Quattro-Zielbogen auf den Parkplatz der Fleckalm-Bahn. Einige Wohnwagen und -mobile haben sich bereits in Stellung gebracht. Wir tun es ihnen gleich, haben es aber eilig, denn die Startnummernausgabe ist von 12:00 bis 19:00 Uhr angesetzt. Es ist 19:05. Die Mädls sind so freundlich und reichen uns trotzdem noch Startersackerl und T-Shirt über den Tisch. Für uns bedeutet das: Weniger Stress am Rennmorgen.

Von nun an können wir die Stimmung genießen. Wir machen ein Selfie vor dem Zielbogen, unter dem wir morgen hoffentlich zufrieden durchfahren werden und richten uns dann unsere „Wohnung“ für die kommenden zwei Tage ein. Ganz besonders: Wir schlafen nur zwei Meter neben dem morgigen Start. Diese besondere Stimmung während man mit vielen Gleichgesinnten neben der Startlinie des KitzAlpBike Marathons campiert, kann uns kein 5-Sterne-Hotel ersetzen!

Marathontag beim KitzAlpBike Festival

Das Kitzbühler Horn ist noch vom Nebel umwoben, als wir – oder eher nur Anja (trotz einer Lesesession bis knapp 12 Uhr nachts) – motiviert aus dem warmen Bett im VW-Bus springt. Das heute ein heißer Tag bevorsteht, merkt man am Morgen noch nicht. Frische Bergluft weckt unsere verschlafenen Gemüter. Oder sind es doch die fleißigen Arbeiter, die bereits Transparente und Startbögen an die richtige Position bringen?

Während die Starter der Extrem und Ultra-Strecke bereits neben uns aufwärmen, versuchen wir, unser Frühstück Stück für Stück runterzuschlucken. Immer wieder eine Herausforderung am Renntag! Als es dann endlich auch für uns zum Aufwärmen auf unsere Räder geht, nimmt die Nervosität ab und die innere Ruhe zu.

Bei einem Rennen abseits der für uns klassischen Centurion Challenge Bewerbe am Start zu stehen, ist doch irgendwie etwas Besonderes, da das Starterfeld ein komplett anderes ist und man nicht 80 Prozent der Gesichter kennt. So auch beim KitzAlpBike, als wir uns um 8:30 Uhr in die Startreihen eingliedern. Wir haben vor 38 Kilometer mit 1300 Höhenmetern zu bewältigen.

KitzAlpBike oder SchwitzAlpBike?

Ein letztes Küsschen noch. Dann sind wir beide auf uns allein gestellt. Es geht leicht fallend Richtung Brixen. Anja hat da ja so ihre Probleme, im Windschatten hängen zu bleiben.  Sandro ist sogleich außer Sichtweite. Dann endlich beginnt die offizielle Quälerei. Denn auf knapp 10 Kilometern warten knapp 1100 Höhenmeter, also fast das ganze Rennen.

Nach den ersten paar Höhenmetern im Wald, lässt uns der angenehme Schatten schon bald im Stich und die Sonne wartet ohne Erbarmen auf dem Weg zur Choralpe. Anja mag lange Anstiege und fühlt sich auch trotz der Hitze wohl. Zwischendurch macht sich ein kurzer Einbruch bemerkbar, der sich aber mit Gels abfangen lässt. Mir nur einer Möglichkeit an Anja’s Bike eine Trinkflasche zu befestigen, stößt sie schon bald an ihre Grenzen. Zum Glück (!!) gibt es an der Labe auf der Choralpe die Möglichkeit, direkt volle Flaschen aufzunehmen. Anja fällt schweren Herzens die Entscheidung, ihre pinke, schöne Sponserflasche für das Stillen des Durstes, herzugeben und schnappt sich eine volle Flasche. An der zweiten Labe wechselt sie sogar nochmal zu einer vollen Ladung, die dann glücklicherweise bis ins Ziel genügt. Es war echt heiß!

Sandro kann das Hoch vom MTB Marathon Naturpark Pöllauer Tal leider nicht mitnehmen und fühlt sich bereits nach 500 Höhenmetern total leer. Mit Gänsehaut trotz der Hitze kämpft er sich den langen Anstieg nach oben und fährt die Abfahrten sicher nach unten. Trotz allem wird es ein 20. Platz in seiner starken AK. Sandro konnte sich wohl durch in der stressigen Vor-Arbeitswoche nicht richtig von Pöllau erholen. Da ist es nur ideal, dass wir nun bis August eine rennfreie Zeit genießen und unsere Batterien wieder voll aufladen können.

Ein Wort zur Organisation

Wir möchten nächstes Jahr auf alle Fälle wieder an der Startlinie des KitzAlpBike Festivals stehen. Denn die Organisation und das Rundherum hat uns vollauf begeistert. Die Beschilderung war komplett ausreichend. Was uns staunen lässt, war die große Anzahl an Streckenposten, die in regelmäßigen Abständen nicht nur bei Abzweigungen sondern auch bei den Abfahrten positioniert sind. Ausgestattet mit Warnwesten, Sonnenschirm und (teilweise oder komplett?) mit Funkgeräten. Dadurch ist man nie allein und hat ein sicheres Gefühl, während man die schwierigen Passagen talwärts meistert.

Ganz und gar nicht allein ist man auch am letzten Stück auf die Choralpe. Unglaublich, was sich dort abspielt. Da kommt einem während der ganzen Schnauferei sogar der ein oder andere Grinser aus. 

Ein gut organisierter Bike Wash und sehr schöne Duschen in Containern runden den positiven Gesamteindruck ab.

Was uns ein kleines weinendes Auge beschert, ist der Müll, der leider nicht zu übersehen ist. Das lässt sich aber sicher mit einer größeren Anzahl an Mülltonnen und einem Verantwortlichen, der sich um das Abräumen der Tische kümmert, lösen.

Zwei Herren im Sponser-Hemd

Es ist offiziell: Auch wenn wir noch kein einziges Gel oder Sportgetränk von der Marke „Sponser“ probiert haben, sind wir seit dem KitzAlpBike Fans davon. Zwei ältere (Schweizer?) Herren betreuen nämlich dort den Stand von Sponser in der Expo. Und zwar so sympathisch – aber auch fein beinand mit ihren Sponser-Hemden in blau und weiß – dass Sandro ihnen gleich 8 Flaschen abnimmt und Anja natürlich, nach ihrem Verlust an der Choralpen-Labe, nicht nur eine, sondern gleich zwei pinke, schöne Sponser – Flaschen nachkauft.

Ein – aus jeder Hinsicht – erfolgreiches Rennwochenende!

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