Bike Night Flachau 2017 – ein Spektakel auf 3 Kilometern - basecampas.at
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Bike Night Flachau 2017 – ein Spektakel auf 3 Kilometern

***Geschrieben aus der Sicht von Bike Night – Teilnehmerin Anja. Sandro war dieses Mal als Betreuer dabei***

Es ist 20:00 Uhr. Ich stelle mir vor, wie es jetzt wäre, im warmen Hotelbett zu liegen und mich in mein Buch zu vertiefen. Stattdessen stehe ich an der Startlinie zur Bike Night Flachau 2017 bei kühlen Temperaturen und nassen Bedingungen. Schnell schüttle ich den Gedanken ab und lasse die Vorfreude auf das Rennen in meinen Kopf.

3 Stufen und viel Schwung

Als wir zu Mittag in der Flachau angekommen sind, ist unser Zimmer beim Salzburgerhof bereits beziehbar. Zu 100 % empfehlen würden wir dieses Haus aber nicht. Leider suchten wir auch einen gut abgeschlossenen Bike-Raum vergeblich. Nur eine kleine Garage mit Pincode direkt neben der Straße diente als Radabstellraum.

Schon bald setzten wir uns auf unsere Räder und umrundeten die Strecke. Ich sah vor allem den Downhill auf der Hermann Maier Weltcup – Strecke mit viel Respekt entgegen. Die Reifenwahl vorne erwies sich aber als ideal und so konnte ich kontrolliert abfahren. Was allerdings zur Herausforderung mutierte, waren drei Stufen, die zu einer Brücke führten. Sandro zeigte es mir vor. Nach einigem Probieren konnte ich mich irgendwann dazu überwinden, das Hindernis mit Schwung anzufahren und so ohne abzusteigen rauf zu fahren. Puh.

Qualifying zur Bike Night

Ein System, welches sich bei der Bike Night Flachau als erfolgreich bewiesen hat, ist, die Startaufstellung durch ein Qualifying zu bestimmen. In den ersten Startblock durften die besten 10 Damen. Ein Blick auf die Startliste zeigte mir bereits, dass ich mich hier nicht stressen musste, da es ohnehin keine Möglichkeiten für mich gab. Es waren viele Profis am Start.

Deshalb fuhr ich das Qualifying zwar zügig, aber auch nicht am Limit. Denn jeder, der das Qualifying mit egal welcher Zeit bestreitet, darf in den zweiten Startblock. Auch in dieser Runde war die Abfahrt über die Wiese noch sehr gut machbar.

Verkürzung und Hektik

Anschließend zogen wir uns wieder ins Hotel zurück. Das Aufwärmen vor dem eigentlichen Rennen beschloss ich sein zu lassen und so hatten wir noch gut eine Stunde für Gemütlichkeit. Immer wieder waren wir einen Blick aus dem Fenster und immer wieder regnete es kurz.

Bei der Aufstellung in den Startblöcken wurde dann tatsächlich genau geachtet, wer wo stehen darf. Sehr gut! Als der Rennleiter zum Mikrofon griff, befürchtete ich bereits das, was er aussprach: Streckenverkürzung. Nur die erste Runde wird auf der originalen Bike Night Strecke gefahren. Somit fielen der lange Anstieg und der Downhill über die Skipiste weg. Schade!

Der Start gelang mir gut und auch das Gefühl war gut. Überraschend, nachdem das letzte Rennen viele Wochen zurückliegt und ich eine längere Trainingspause  hinter mir hatte. Die kommenden ersten paar Runden wurden trotzdem zu einem Horrortrip! Hektik pur herrschte unter den schnellen Herren. Verständlicherweise. Viele erhofften sich bestimmt das nicht gerade geringe Preisgeld.

Und so kam es, dass ich die Stufen an der Brücke zumindest fürs Erste umsonst „geübt“ hatte. Denn häufig konnte ich nicht mit Schwung anfahren, da andere es über die Technik lösten und nicht besonders schnell hinfuhren. Ich musste und wollte auch absteigen. Und war nicht die einzige. Denn hinter uns schrien schon die „Schnellen“ und kamen wie Züge angerauscht. So kam es, dass ich einige Male für einige Zeit dort stand und den schnelleren Fahrern zusah, während sie über die Treppen hochrauschten. Dies war zwar lästig, aber ungefährlich. Durch diese Anfangshektik wurden aber 1-2 Stellen auch gefährlich, vor allem, da viele es nicht für nötig befanden beim Überholen „links“ oder „rechts“ zu rufen.

Endlich gehts dahin!

Zum Glück löste sich diese Hektik aber nach 3-4 Runden auf. Nicht zuletzt deshalb, weil sich die Teilnehmer besser auf der Strecke zu verteilen schienen. Und siehe da! Ich konnte auch die Treppen auf die Brücke noch einige Male fahren. Juhu!

Und plötzlich machte das Rennen wieder Spaß! Unglaublich viele Zuseher an der Strecke, laute Musik sowie Moderatoren, die alles geben: So wünscht man sich das bei jedem Wettkampf. Das warme Bett war schon gaaanz weit in meinen Hinterkopf gerutscht. Auch Sandro war mit Fotos, Videos und Anfeuerungsrufen so beschäftigt, dass er kaum daran dachte.

Und so vergingen die 2 Stunden wie im Flug und ich durfte die Ziellinie dreckig aber glücklich überquren, während unzählige Zuschauer die Welle machten.

Außergewöhnliches Event

Trotz der verkürzten Strecke war es eine Freude bei der Bike Night Flachau auf der Strecke zu sein. Ein Rennen mit Flutlicht und Start um 20:00 Uhr hat man schließlich doch nicht alle Tage und so wird dieses Event zu einem außergewöhnlichen Spektakel.

Der Termin für nächstes Jahr ist notiert. 

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