1 Jahr gesteuertes Training: 5 Gründe + Fazit

Vor gut einem Jahr haben wir uns beide dazu entschieden, unser „Training“ auf Systematik umzustellen. Für uns war klar: Wenn Rennen, dann gesteuertes Training. Es kam für uns nicht mehr infrage, nur ab und an am Rad zu sitzen, ohne zu wissen, was man da eigentlich tut. Wir entschieden uns für eine Trainerin, die selbst große Erfolge im Mountainbikesport erzielte. Dadurch hatten wir die Sicherheit, dass spezifisches Wissen zum gesteuerten Training für den Mountainbikesport vorhanden ist.

Was unsere Beweggründe für gesteuertes Training sind, und wie unser Fazit nach 1 Jahr aussieht, möchten wir in diesem Beitrag erläutern.

Anja und Sandro kurz vorm Masenberg Gipfel, Gesteuertes Training

1. Zielgerichtete Leistungssteigerung

Einleuchtend ist natürlich der Grund Nummer 1: Wir möchten besser werden und uns in unserer Leistung steigern. Das kann man natürlich auch ohne gesteuertes Training. Jedoch sicher nur bis zu einem gewissen Grad. Es gibt so unglaublich viele Details, die berücksichtigt werden müssen, wenn man sein Leistungsniveau konstant steigern möchte, die man ohne systematische Steuerung niemals miteinbeziehen kann: Ausreichend Regeneration, wann fährt man intensiv, wann weniger intensiv, wann fährt man länger, wann kürzer, soll man vor dem Rennen noch mal aufs Rad oder nicht, wann gehe ich zum Krafttraining,…

Anja in Bad Goisern, Gesteuertes Training

Wir vertrauen unser Trainerin zu 100 % und so sind wir uns sicher, dass wir zu fast zu jeder Zeit, das richtige trainieren. Zusätzlich wird ein Wettkampfplan fürs Jahr erstellt und darauf das Training abgestimmt. Ziele und der Weg dorthin werden somit festgelegt und man muss nicht die ganze Zeit überlegen, ob das, was man tut nun richtig oder falsch ist bzw. ob man dann beim Rennen wirklich ideal vorbereitet ist.

2. Erhöhte Motivation & Disziplin

Dieser Punkt ist für uns mitunter einer der wichtigsten. Wir schöpfen Motivation aus dem Wissen, dass wir auf dem Rad das richtige tun. Es ist unheimlich motivierend, wenn man nach einer harten Intervalleinheit vom Rad steigt und sich Zufriedenheit im Kopf ausbreitet. Zusätzlich motiviert uns die Trainerin immer wieder, indem sie das positive aus der Trainingswoche hervorhebt und uns Tipps für die kommende Woche gibt.

Anja beim stoppen mit ihrem Handy, Gesteuertes Training

Disziplin spielt ebenfalls eine Rolle. Für uns ist es um einiges leichter, diszipliniert zu trainieren, wenn wir unseren Trainingsplan vor uns liegen haben und dieser bestimmt, dass wir heute z.B. 2h aufs Rennrad gehen sollen. Man weiß beim gesteuerten Training, was man wann zu tun hat und man tut es dann auch. Klar ist es nicht immer lustig aufs Rad zu steigen wenn es Grade um die 0 herum hat, oder man einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich hat. Aber dadurch, dass wir bereits ab Sonntag wissen, was die Woche auf uns zukommt, ändert sich die Einstellung im Kopf. Und so arbeitet man diszipliniert eine Einheit um die andere ab, mit Spaß und manchmal auch mit weniger Spaß.

Anja mit Blick auf ihrem Garmin Edge 520, Gesteuertes Training

Erwähnen muss man hierbei auch, dass Radfahren unsere große Leidenschaft ist. Auch wenn es manchmal sehr schwer fällt, sich die Radbekleidung überzustreifen und sich aufs Rad zu setzen: Sobald wir die ersten Pedalumdrehungen machen, ist das Feuer zurück und wir merken wieder, dass wir lieben, was wir hier tun.

3. Regelmäßigkeit

Uns hat es vor dem Zurückgreifen auf gesteuertes Training oft an Regelmäßigkeit gemangelt. In einer Woche sind wir über 10 Stunden auf dem Rad gesessen, in der kommenden Woche wenns hoch kommt gerade mal 3. Das ist natürlich nicht zielführend. Man baut auf, jedoch viel schneller wieder ab! Noch dazu wird der Körper – wenn man nur ab und an intensivere Trainingswochen hat – überfordert weil er keine Zeit hat, sich daran zu gewöhnen: Krankheit kann die Folge sein.

Sandro in Hitzendorf, Gesteuertes Training

Mit unserem Trainingsplan sind wir da auf der sicheren Seite. Wir trainieren regelmäßig. Natürlich mal mehr, mal weniger. Je nachdem ob Wettkämpfe folgen, etc. Aber wir bleiben wöchentlich auf einem Niveau zwischen 8 und guten 10 Stunden, haben unsere zwei komplett trainingsfreien Tage und sind an den restlichen Tagen der Woche am Rad.

Sandro begutachtet seine Trainingspläne, Gesteuertes Training

Die optimale Relation zwischen Erholung und Belastung sowie die Wiederholung und Kontinuität zählen übrigens auch zu den Trainingsprinzipien in der Trainingslehre!

Anja bei der Trainingsanalyse, Gesteuertes Training

4. Bessere Alltagsintegrierung

Ja, es ist intensiv 40 Stunden zu arbeiten und zusätzlich 8-10 Stunden zu trainieren. Gesteuertes Training hilft, die Zeit optimal zu nutzen und seinen Alltag besser zu planen. Wie schon oben erwähnt: Man weiß, wann man was zu trainieren hat. Dadurch integriert man das Training in seinen Alltag und kann darauf andere Tätigkeiten und Freizeitbeschäftigungen abstimmen. Natürlich muss hier auch der Wille gegeben sein, das Training anderen Beschäftigungen vorzuziehen. Aber für uns ist das Radfahren die größte Leidenschaft und so hatten wir damit nie Probleme, viel mehr nehmen wir daraus positive Energie mit.

Sandro beim Pöllauer MTB Marathon, Gesteuertes Training

5. Erhöhtes Selbstbewusstsein

Last but not least: Wir tanken Selbstbewusstsein aus dem Training und stehen somit auch voller Selbstvertrauen am Start von diversen Wettkämpfen. Wir können mit der Sicherheit ins Rennen gehen, das unser bestmögliches getan zu haben und können darauf vertrauen, dass unser Körper die Belastungen tragen kann.

Anja bei der Bike Night Flachau, Gesteuertes Training

1 Jahr gesteuertes Training – ein Fazit

Um ehrlich zu sein, ist uns die Off-Season jetzt schon zu lang. 😉 Wir freuen uns schon jetzt wieder auf unser gesteuertes Training mit allem drum und dran. Vor allem nachdem unser Saisonabschluss-Rennen so gut gelaufen ist.

Anja und Sandro in Hitzendorf, Gesteuertes Training

Für uns ist das Training in diesem einen Jahr zur Gewohnheit geworden und wir möchten es nicht mehr missen. Es hilft uns nicht nur bei Wettkämpfen, sondern auch bei längeren Touren, die wir schneller oder/und mit weniger Müdigkeit im Anschluss meistern.

Anja und Sandro beim Start vom Mariazell 3.0, Gesteuertes Training

Natürlich haben wir uns in dem einen Jahr nicht zum Weltmeister entwickelt. Das soll aber auch so sein! Kleine Schritte in die richtige Richtung haben wir gemacht. Und in der kommenden Saison werden es weitere sein. Ein gewisses Maß an Geduld ist gefragt denn – wie ein Sprichwort so schön besagt – es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Sandro´s Bike liegend in der Wiese, Gesteuertes Training

Motivation und Inspiration gesucht?

Wenn ihr noch Motivation und Inspiration für das kommende Training oder Abenteuer sucht, gibts einen Tipp von uns:
Die European Outdoor Film Tour macht am 26.11.2017 wieder in Graz Halt und bringt unglaublich coole Filme mit.
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European Outdoor Film Tour 2017/18, Gesteuertes Training