Motivation & Tipps gegen den inneren Schweinehund

In jedem von uns schlummert er. Manchmal tief, manchmal weniger tief in unserem Inneren. Er kommt hervor, wenn es darum geht, uns anzustrengen. Sei es geistig oder körperlich. Alle kennen ihn, niemand mag ihn: Den inneren Schweinehund. Und wenn er uns anschreit, jetzt auf keinen Fall die Laufschuhe anzuziehen, befällt uns eine allseits bekannte Krankheit: Ausrederitis!

inneren Schweinehund, Winter MTB Anja und Sandro

Den inneren Schweinehund zum Schweigen bringen

Es ist ein interessanter Begriff. „Schweinehund“ – gibt’s sowas überhaupt? Der Begriff stammt aus dem Jägerjargon: Wurden früher Wildschweine gejagt, setzte man Hunde auf diese an – die sogenannten „Schweinehunde“. Später wurde der Begriff für bissige Menschen verwendet. „Schweinehund“ wurde also zum Schimpfwort. Trainer und Sportlehrer übernahmen „innerer Schweinehund“, um mangelnde Disziplin und Faulheit auszudrücken.*

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5 Ausreden und unsere Tipps, um sie abzuschütteln

„Ihr habt’s einen Geist!“, „Ist es euch nicht zu kalt?!“ Das sind nur Beispiele, der Aussagen, die uns häufig zugetragen werden, wenn wir vor allem jetzt im Winter unser Training und unsere sportlichen Aktivitäten regelmäßig durchziehen. JA, auch wir haben einen inneren Schweinehund. Und JA, auch wir wüssten zig Ausreden, um bei 0 Grad nicht aufs Rad gehen zu müssen. Aber NEIN, wir lassen das nicht zu. In den folgenden Zeilen möchten wir euch Tipps und Motivation mit auf den Weg geben, damit auch ihr in Bewegung bleibt – egal wie viel Grad es draußen hat. 😉

1. „Ich habe keine Zeit!“

In Wirklichkeit hat jeder Mensch gleich viel Zeit: Nämlich 24 Stunden. Auch hat (fast) jeder von uns einen Beruf, den er verfolgt. Sei es Arbeit, Studium oder Schule. Wir arbeiten ebenfalls beide in einem Vollzeit-Job. Anja hat außerdem Feiertage & Wochenenden, wodurch sich meist „nur“ 2 freie Tage in der Woche bleiben, wo andere 3 Tage haben. Allerdings ist niemandem mit Ausreden und Jammern geholfen. Besser ist es, sich Zeiträubern bewusst zu werden und statt diesen Bewegung in den Alltag zu integrieren. Facebook kann man auch am Heimtrainer checken. Ein Kraft-Workout ist auch vor dem Fernseher möglich. Und eine halbe Stunde laufen oder schnelles Spazieren-gehen und sich erst dann aufs Sofa zu legen, tut sicher auch gut!

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2. „Ich möchte viel lieber Kuchen backen, lesen, Facebook schauen, etc.!“

Genau hier ist der fließende Übergang zur „Ich habe keine Zeit!“-Ausrede. Regelmäßige Bewegung ist keine Frage der Zeit, sondern eine Frage der Priorität. Steht Sport ganz unten auf meiner Prioritätenliste? Ja, dann ist es auch kein Wunder, wenn die Zeit zum Problem wird. Denn dann werden andere Hobbies oder auch die Arbeit immer vorgezogen. Möchte man allerdings fitter oder in seinem Sport besser werden, muss dies auf der Prioritätenliste nach oben wandern.

Für uns steht Sport auf der Prioritätenliste gleich hinter der Arbeit (manchmal auch davor, haha), daher schaffen wir es auch, unser Pensum in unseren Tag zu integrieren. Für viele wirkt es von außen wahrscheinlich, als hätten wir sonst nichts zu tun, kein Haushalt, keine Kinder, keine anderen Hobbies. Das haben wir sehr wohl (außer Kinder ;)). Allerdings bleiben bei uns – ehrlicherweise – auch mal Gläser und Teller nach dem Frühstück stehen und werden erst zu Mittag mitgespült. Denn zuerst kommt der Sport. Im Anschluss daran fühlen wir uns auch tausend Mal besser und können uns um einiges motivierter anderen Aufgaben widmen.

Was in dieser Hinsicht auch ganz, ganz wichtig ist: Findet einen Sport, der zu euch passt und den ihr (meistens) gern macht! Denn nicht für jeden ist Laufen das Richtige. Vielleicht passt ja ein Teamsport besser? Oder das Fitnessstudio macht Spaß? So wird der innere Schweinehund gar nie übermächtig stark!

Für zusätzliche Motivation sorgt ein realistisches (!) Ziel, welches ihr euch für die Zukunft steckt. Das muss kein Wettbewerb sein. Ein Ziel kann auch sein, dass ihr eine gewisse Strecke ohne Pause durchlaufen könnt.

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3. „Das Wetter ist soo schlecht / Es ist zu kalt / Es ist zu heiß / Es regnet gleich!“

Jaja, das Wetter. Findet man sonst keine Ausrede, darf das Wetter herhalten. Denn hier lässt sich immer was finden. Einmal zu warm, einmal zu kalt, einmal Schnee, einmal Sonne.

Früher waren wir da auch so, ehrlich! Mittlerweile haben wir Sport als Gewohnheit etabliert. Wir sind darauf eingestellt, dass wir morgen z.B. 2 Stunden trainieren werden. Egal was kommt. Hier ist es wichtig, sich die passende Ausrüstung zu besorgen. Hat es um die 0 Grad, macht es mit normalen Radschuhen natürlich keinen Spaß mehr, und wir müssen ausnahmsweise unserem inneren Schweinehund Recht geben.

Allerdings gehen wir – auch mit der besten Ausrüstung – nicht bei jedem Wetter nach draußen zum Radfahren, das stimmt. Da hilft es aber, sich schon zu Beginn der Woche die Wetterverhältnisse anzusehen und seine Planung darauf abzustimmen. Außerdem sollte man sich Alternativen bereitlegen. Bei starkem Regenwetter steht bei uns zum Beispiel die Rolle bereit. Oder ein Zirkeltraining. Hat es frischen Schnee starten wir mit Touren- oder Langlaufski los.

Richtet auf alle Fälle eurem inneren Schweinehund aus:  Es gibt immer eine Möglichkeit!!

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4. „Nach der Arbeit bin ich zu müde!“

Wir fühlen mit euch. Auch uns geht’s häufig so. Dagegen hilft: Raus aus der Arbeit, rein ins Sportgewand! Ist man erst mal zu Hause, wird es nämlich ungemein härter, sich für Sport zu motivieren. Wenn es für euch keine Möglichkeit gibt, euch irgendwo umzuziehen, usw., muss man nach Hause. Unser Tipp dafür: Am Vortag schon für den nächsten Tag kochen und die Sportbekleidung schon fix und fertig aufs Bett legen. So hat man wenig Zeit, der Müdigkeit eine Chance zu geben und wird vom Anblick des Sportgewands fast schon zu Bewegung gezwungen. Das Relaxen am Sofa fühlt sich nach Bewegung am Besten an!!

Wenn ihr eure Lieblingssportart gefunden habt, gibt es dafür vielleicht auch eine App oder ein Fitnessarmband. Das kann helfen, wenn z.B. Fortschritte und Gesamtkilometer angezeigt werden. Garminconnect oder Strava geben zudem die Möglichkeit, die sportlichen Aktivitäten wie in einem sozialen Netzwerk mit „Freunden“ zu teilen. Hat deine beste Freundin oder dein bester Freund heute schon 1 Stunde am Rad verbracht? Das könnt ihr toppen!

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5. „Letzte Woche habe ich eh 3 Mal Sport gemacht. Da kann ich diese Woche auslassen!“

Oje, ganz falscher Ansatz! Wer viel Sport macht und dann mal eine Woche auslässt weil krank oder Ähnliches, weiß, dass man um einiges schneller abbaut als aufbaut. Deshalb gilt: Besser jede Woche 2x 1 Stunde bewegen, als in einer Woche 4x und in der nächsten dann gar nichts machen. Regelmäßigkeit ist alles!

inneren Schweinehund, Winter MTB Anja und Sandro

Wenn das alles nichts hilf, denkt daran, wie gut ihr euch nach einer Runde Bewegung fühlt! Unschlagbar!

inneren Schweinehund, Winter MTB Anja und Sandro

 

 

*vgl. http://www.germanskills.com/single-post/Woher-kommt-der-innere-Schweinehund